Veränderungen
Ich habe nächste Woche mein erstes Vorstellungsgespräch nach über zehn Jahren. Wie man sich vorstellen kann, mach ich mir quasi in die Hose deswegen.
Meine Chancen stehen gut. Meine Chefin ist die gleiche und sieht mich schon als semi Favoritin (erwähnt aber dennoch immer wieder, wie stark die Konkurenz ist). Sie und ihr Chef wollen mich um alles was komme behalten (danke für den Ego Boost i guess). Meine Kolleginnen sind der Auffassung, dass ich die Stelle auf jeden Fall bekommen werde, aber ich habe Angst etwas zu zuversichtlich zu sein, da Vorstellungsgespräche nicht unbedingt meine Stärke sind.
Hinzu kommt dass ich an sowas wie Impostor Syndrom leide haha. Meine Chefs und Kolleg:innen sagen mir schon seit Jahren, wie überqualifiziert ich für meinen Job bin und alle waren auf anhieb an Board, als ich von meiner Bewerbung gesprochen habe. Meanwhile ich: Ich glaube, die haben alle ein falsches Bild von mir. Ich hab's irgendwie geschafft, jeden zehn Jahre lang zu verarschen.
Man sieht, mein Selbstbewusstsein lässt zu wünschen übrig.
Durch die Weihnachtspause zieht sich dieses Bewerbungsverfahren auch schon seit zwei Monaten hin und wie mein Hirn nunmal so ist, fängt es an zu zweifeln. Der neue Job wäre schon eine etwas größere Nummer. Ist das wirklich was für mich? Schaffe ich das? Hinzu kommt, dass mein aktueller Job relativ entspannt ist (für meine Verhältnisse). Komme ich mit dem Druck von mehr Aufgaben und Verantwortung klar? Ich weiß, dass all das mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Problem für mich darstellen wird. Aber mein Hirn liebt es, zu überdenken.
Naja, wünscht mir auf jeden Fall viel Glück nächste Woche. Die Zeit kriecht förmlich vor sich hin und ich kann es kaum erwarten, das alles hinter mich zu bringen. Wenn alles gut geht, muss ich bis zur Rente nie wieder ein Bewerbungsgespräch führen haha
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